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Familienvater, gehetzt - The Running Man - ab jetzt im Kino

the running man

Paramount / Sony - D-Kinostart 13.11.2025

filmz 03 25 the last showgirl plakatDas (nur leicht angepasste) deutsche Filmposter.


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Ben Richards (Glen Powell) kämpft ums nackte Überleben – und seine Familie. Kann er es schaffen, die Hatz 30 Tage lang durchzuhalten?

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Wutbürger Ben brüllt ins Publikum. Show-Zinnober nach außen, pure Menschenverachtung drinnen.

 Trailer Paramount Film-Website


Fußnote. Die bundesrepublikanische Variante: Wer Dieter Hallervorden mal ganz anders (und zwar als Kopf der Häscherbande) erleben möchte, sollte sich baugleiche Mediensatire Das Millionenspiel von Tom Toelle (1970) mit Jörg Pleva & Dieter Thomas Heck anschauen, für die Drehbuchautor Wolfgang Menge die Kurzgeschichte The Price of Peril adaptierte, die wohl auch Stephen King maßgeblich inspiriert hat. -sr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon zum zweiten Mal liefert Stephen Kings Sci-Fi-Roman The Running Man aus dem Jahr 1982 die Vorlage für eine Kino-Adaption. In der gleichnamigen TV-Show kämpfen Teilnehmende live gegen Profikiller ums Überleben. `Gewinn oder stirb´ – auf diese Formel lässt sich das erfolgreichste Showkonzept der USA im (aus 80´s-Sicht fiktiven) Jahr 2025 verkürzen. Und es funktioniert in einer Gesellschaft, in der sich jeder selbst der Nächste ist, nach unten getreten und denunziert wird - das hört sich allerdings auch im Hier & Jetzt verdammt aktuell an.

Ben Richards (Glen Powell A Killer Romance, Top Gun: Maverick) stammt aus der Arbeiterklasse und lebt mit seiner Familie in `Slum Side´. Als er seinen Fabrikjob verliert, fehlt das Geld, um Medikamente für seine kranke Tochter zu kaufen. Ben, der wegen seiner rebellischen Art auf der Blacklist der Konzerne steht, lässt sich von Dan Killian (Josh BrolinNo Country for Old Men, Avengers: Endgame), dem charmanten, aber skrupellosen Produzenten der FreeVee-Show The Running Man, überreden, bei dem Todesspiel mitzumachen. Bens Trotz, Instinkte & Mut machen ihn bald unerwartet zum Fan-Favoriten – und zu einer Bedrohung für das gesamte (Show-)System.

Nachdem Arnold Schwarzenegger im Jahr 1987 noch in einem Gameshow-Setting durch das Todesspiel hetzte, rennt Glen Powell in der von Edgar Wright (Shaun of the Dead, Baby Driver) umgesetzten Filmversion durch das gesamte Land − und hängt Arnie - insofern - meilenweit ab. Denn 2025 muss Ben nicht nur den offiziellen Jägern entgehen, sondern jede Begegnung birgt ein Risiko: jeder Hinweis der Zuschauer auf den Aufenthaltsort des `Runners´ wird mit Geld belohnt − und fesselt die sensationslüsternen Massen vor den Bildschirmen. In Zeiten von Fake News und KI bieten sich den Showrunnern um Kilian quasi unbegrenzte Möglichkeiten, eine Empörungswelle nach der anderen zu lauchen.

Abgesehen vom penetrant-kitschigen ´Die-Familie-ist-alles´-Einstieg, funktioniert das über weite Strecken, bis dem überlangen Film gegen Ende etwas die Puste ausgeht. Solide Aktion-Szenen erfüllen immerhin ihren Zweck, es kracht und explodiert ordentlich.

Millionen jagen, einer rennt, jeder sieht zu. Das Ganze sollte nicht so viel Spaß machen, tut es aber - meint: -gb

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Während die Einschaltquoten durch die Decke gehen, steigt die Gefahr - Ben muss nicht nur die Jäger überlisten, sondern auch eine ganze Nation, die ihn scheitern sehen will.

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